In der NZZ am Sonntag vom 18. August war ein längerer Artikel zur Problematik der “Kampfeltern” – Eltern also, welche schnell drohend oder mit Prozessen auf Entwicklungen in Schulen reagieren, welche nicht im Interesse ihrer Kinder seien.

Der Artikel zeigt die Problematik auf, ohne ihre Ursachen zu nennen – nämlich, dass die Individualisierung der Gesellschaft, gepaart mit dem heutigen Wissensstand über Pädagogik, Methodik und Didaktik, von der Staatsschule mehr abverlangt als noch vor 20 oder 30 Jahren. Gefordert werden überall die Umsetzungen von neuen und verschiedenen Lehr- und Lernmethoden, und Eltern sind oft nicht mehr bereit, Lehrer hinzunehmen, welche ihrem Kind (anscheinend?) nicht gerecht werden.

Die Fronten verhärten sich in derartigen Konflikten naturgemäss relativ schnell, oft auch, weil geeignete Gefässe fehlen, in welchen man die Probleme niederschwellig und sachlich ansprechen könnte. Der Artikel erwähnt ein derartiges Gefäss – den Elternrat nämlich, und es wird von verschiedener Seite bestätigt, dass Elternräte, so sie denn im System eingebunden und von allen involvierten Parteien getragen werden, wesentlich zur Entschärfung von vielen Konflikten beitragen können.

Die Elternplattform setzt sich deshalb weiterhin für die Schaffung eines Elternrates ein: das neue Schuljahr hat eben begonnen, der Schulrat hat sich neu konstitutioniert – wir bleiben dran und starten mit frischem Elan erneute Versuche, diese wichtige Institution in Arlesheim zu etablieren.

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