Berufsschau 2009

Vom 21. bis 25. Oktober findet in Pratteln die kantonale Berufsschau statt, welche im Rahmen einer zentralen Ausstellung einen praxisbezogenen Einblick in die im Kanton erlernbaren Berufsausbildungen gibt. Der Event wird von der Wirtschaftskammer Baselland organisiert und öffentlich zgänglich, richtet sich aber in erster Linie an die Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen sowie an deren Lehrpersonen und Eltern.

Weitere Infos: www.berufsschau.ch

HarmoS gestärkt

Vorgestern hat der Kanton Tessin das HarmoS Konkordat ebenfalls ratifiziert. Damit sind vorerst bereits 11 Kantone beigetreten; im Kanton Tessin und im Kanton Fribourg läuft die Referendumsfrist noch.

Der Stand der Beitritte kann jederzeit auf der Website der EDK abgerufen werden.

HarmoS (fast) in Kraft!

Am letzten Sonntag ist die Frist für ein Referendum gegen den Beitrittsbeschluss zu HarmoS in Genf abgelaufen; damit sind offiziell 9 Kantone dem Konkordat beigetreten. Fribourg hat den Beitritt heute beschlossen – wenn in den nächsten 30 Tagen kein Referendum ergriffen wird, tritt das Konkordat in Kraft.

Trotzdem bleibt noch einiges zu tun – die Tatsache, dass das Referendum in einigen Kantonen erfolgreich war zeigt, dass noch viele Unsicherheiten bestehen. Aufklärung und Information erscheinen uns der einzige Weg zu sein, damit umzugehen, kreisen doch viele Unwahrheiten und Unschärfen um die Vorlage. Mehr dazu auch in unserem Dossier.

HarmoS auch in Nidwalden abgelehnt

Heute haben einige wichtige Abstimmungen stattefunden; hierzulande eher ins Hintertreffen ist die Abstimmung über HarmoS im Kanton Nidwalden geraten. Leider hat der Souverän auch in diesem Kanton die Vorlage massiv mit 62.3% abgelehnt. Damit bleibt die Anzahl der Kantone, die dem Konkordat beigetreten ist, unverändert bei 8 (für das Inkrafttreten des Konkordates werden 10 benötigt).

Wir bedauern diesen Entscheid. Für uns ist HarmoS nach wie vor ein wichtiger (wenn auch, gemessen an den Diskussionen, kleiner) Schritt in die richtige Richtung. Führ mehr Informationen zum Konkordat besuchen Sie unser Dossier zum Thema.

Büsst die Eltern

Im Baselbiet schon Praxis (oder zumindest – Theorie), diskutiert nun Basel-Stadt über die Einführung von Bussen für “kooperationsunwillige” Eltern. Der Regierungsrat hat einen entsprechenden Vorschlag angebracht.

Interessanterweise wird das Konzept des Bestrafens unter anderem vom Lehrerverein Baselland angezweifelt – so zumindest wird Bea Fünfschilling, dessen Präsidentin, auf Baz Online zitiert.

Auch die Elternplattform ist der Meinung, dass es zur Lösung eines Problems wenig beiträgt, wenn man sich gegenseitig die Schuld zuschiebt – und (vermeintlich?) Fehlbare einfach büsst. Denn gelöst ist damit gar nichts, und ob eine derartige Busse tatsächlich abschreckend wirkt, sei dahingestellt.

Vielmehr setzen wir uns dafür ein, dass alle an den Schulen Beteiligten, angefangen von den SchülerInnen, Lehrpersonen, Schulleitungen, bis zu den Eltern, zu einer gesunden Gesprächskultur finden – und dass entsprechende Gefässe zur Verfügung gestellt werden können.

Die “Elternstämme”, die sich in den letzten ein bis zwei Jahren in Arlesheim vereinzelt gebildet haben, sind ein erster und wichtiger Schritt dazu; sie eröffnen einen direkten und lockeren Zugang zur Lehrperson (bzw. zu den Eltern) und können so Konflikte und Probleme niederschwellig angehen.

Wir sind nach wie vor der festen Überzeugung, dass ein zusätzliches, übergeordnetes Gremium (wir nennen es “Elternrat“) notwendig ist. Probleme wie müde Schüler, liegengelassene Hausaufgaben oder allgemeines Desinteresse an der Schule (bzw. das Nicht-Verfolgen einer “Zucht und Ordnungs”-Disziplin – siehe dazu auch die vor Kurzem ausgestrahlte Dok-Reportage auf SF) sind mitunter gar keine Einzelfälle, sondern können sich auch als genereller Trend bestätigt sehen – von anderen Themen wie Mobiltelefone, Mobbing, Gewalt usw. ganz zu schweigen (denn hierbei handelt es sich keineswegs um Einzelfälle). Für all das benötigt der Dialog “Eltern – Lehrer” einen ganzheitlichen Ansatz, welcher es erlaubt, in einem von der Einzelklasse losgelösten Rahmen über Lösungen zu diskutieren und sie gemeinsam zu erarbeiten.

Die Initiativen zur Elternmitwirkung an den Schulen in Arlesheim sind am Anlaufen – wir bleiben dran und informieren weiterhin.

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