Integration

Gestern war in der NZZ am Sonntag ein interessanter Artikel zu lesen: Vom Widerstand der Lehrpersonen gegen die integrativen Schulmodelle war zu lesen.

Der springende Punkt ist, dass der Widerstand keineswegs grundsätzlicher Natur ist – das Problem sind vielmehr die fehlenden Strukturen zur Unterstützung der Integration – die Lehrpersonen sind oft zeitlich überfordert, oder es mangelt an geeigneter Infrastruktur.

Dies zeigt ein Kernproblem vieler an sich guter Ideen – ohne finanziellen Konsequenzen nützen sie wenig. Ob teilautonome Schulen, integrative Modelle oder ganz banal sanierte Schulhäuser – das alles kostet Geld. Leider scheint oft die Meinung zu herrschen, dass im Bildungsbereich alles auch ohne grossartigen Aufwendungen zu machen sei – ein fataler Irrtum, welcher sich nicht zuletzt in frustrierten Lehrpersonen, Eltern und – SchülerInnen manifestiert.

Freie Schulwahl für Gymnasien beider Basel?

Gemäss einer Mitteilung der Elternlobby Schweiz planen die Rektoren der Gymnasien Basel-Land und Basel-Stadt sowie die Amtsstellen eine freie Auswahl zwischen allen Gymnasien der beiden Kantone.

Das bedeutet – künftig (ein genauer Zeitpunkt ist noch nicht festgelegt) sollen Gymnasiasten und Gymnasiastinnen wählen können, in welches Gymnasium sie gehen wollen: In der Stadt? Auf dem Land? In das kürzlich durch sein Abschneiden bei den Aufnahmetests der ETH Furore machende Gymi Liestal? Oder in das als “streng” bekannte Gymi Oberwil?

Es gehe nicht um die freie Schulwahl – sondern um eine “gelenkte freie Schulwahl”, sagt die Baselbieter Bildungsdirektion; es wird vorsichtig von einer “Schulwahlfreiheit möglicherweise in überschaubarem Rahmen” gesprochen.

Die Rektoren haben nach eigenen Angaben keine Angst – vom Gym Oberwil wird verlautet, dass der Schulweg das erste Kriterium sei.

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