Freie Schulwahl für Gymnasien beider Basel?

Gemäss einer Mitteilung der Elternlobby Schweiz planen die Rektoren der Gymnasien Basel-Land und Basel-Stadt sowie die Amtsstellen eine freie Auswahl zwischen allen Gymnasien der beiden Kantone.

Das bedeutet – künftig (ein genauer Zeitpunkt ist noch nicht festgelegt) sollen Gymnasiasten und Gymnasiastinnen wählen können, in welches Gymnasium sie gehen wollen: In der Stadt? Auf dem Land? In das kürzlich durch sein Abschneiden bei den Aufnahmetests der ETH Furore machende Gymi Liestal? Oder in das als “streng” bekannte Gymi Oberwil?

Es gehe nicht um die freie Schulwahl – sondern um eine “gelenkte freie Schulwahl”, sagt die Baselbieter Bildungsdirektion; es wird vorsichtig von einer “Schulwahlfreiheit möglicherweise in überschaubarem Rahmen” gesprochen.

Die Rektoren haben nach eigenen Angaben keine Angst – vom Gym Oberwil wird verlautet, dass der Schulweg das erste Kriterium sei.

Regierungsrat investiert in Bildung

In der Medienmitteilung zu den Verhandlungen des Regierungsrates von letzter Woche fallen zwei Meldungen positiv auf: Der Regierungsrat des Kantons Basel-Land hat einen Projektkredit von 32 Millionen für die Planung des neuen Standortes der Fachhochschule Nordwestschweiz in Muttenz beantragt. Der vorgesehene Umzug in die neuen Räumlichkeiten soll 2016 stattfinden.

Ausserdem sollen Teile des Gymnasiums Münchenstein für rund 25 Millionen Franken renoviert werden; weitere knapp 2 Millionen sollen für die Planung einer (räumlichen) Erweiterung des Gymnasiums gesprochen werden.

Mit diesen Entscheiden setzt der Regierungsrat ein Zeichen – auch in Zeiten der (finanziellen) Krisen soll und muss in die Bildung investiert werden.

Erfolgsfaktoren für ein ETH Studium

Heute hat die ETH Zürich eine Studie herausgegeben, welche die Faktoren für ein erfolgreiches Studium an der ETH untersucht.

Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass der “beste” ETH Nachwuchs aus Schaffhausen und dem Kanton Basel-Land stammt. Obwohl die ETH relativiert und nicht von Ranking sprechen will, blieben die entsprechenden Kommentare (siehe z. B. Tages-Anzeiger Online) natürlich nicht aus.

Für Basel-Land ist es natürlich erfreulich und bemerkenswert, dass das Gymnasium Liestal auf der Liste auf Platz 2 steht – und das Basel-Land, wie erwähnt, insgesamt auf Platz 2 liegt; trotzdem erscheinen uns solche Ranglisten als tendenziell problematisch (auch wenn sie mit dem Zusatz veröffentlicht werden, sie eben nicht als Rangliste zu betrachten), weil sie viele Zusammenhänge nicht darstellen bzw. simplifizieren. So hat sich denn auch schon erste Kritik geregt. Als Beitrag zur Diskussion über den Ausbildungsplatz Schweiz aber ist die Studie sicherlich mehr als nützlich.

Die Studie ist als PDF verfügbar.

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