Sekundarschule Arlesheim – Münchenstein: Wie weiter?

Der Presse letzter Woche war zu entnehmen, dass der Kanton nun einzelne Sekundarschulbauten übernommen hat. Ebenfalls war vom Vorschlag des Regierungsrates zu lesen, den Sekundarschulrat künftig durch die Regierung wählen zu lassen.

Die Elternplattform hat in einem Brief an Regierungsrat Wüthrich dringend von diesem Vorgehen abgeraten – für uns und andere lokale Gruppierungen würde das bedeuten, dass wir im Sekundarschulrat nicht mehr vertreten wären und somit spezifische Anliegen nicht mehr einbringen könnten. Abgesehen davon soll der Schulrat unserer Meinung nach auch weiterhin direkt von der Bevölkerung gewählt werden können, damit er unabhängig von parteipolitischen Überlegungen zusammengesetzt wird.

Uns beschäftigten aber auch viel konkretere Fragen. Die Zusammenlegung der Sekundarschulorte Arlesheim und Münchenstein ist beschlossen, der Kanton hat jetzt erste Gebäude übernommen. Nur – wie geht es jetzt weiter? Was für Auswirkungen können wir Eltern (und unsere Kinder) nun erwarten? Können unsere Kinder z. B. weiterhin in Arlesheim zur Schule gehen – oder ist Münchenstein nun von Anfang an auch eine Option? Wir haben Regierungsrat Wüthrich auch um Klärung bezüglich nächster Schritte und Auswirkungen gebeten. Die Kommunikation nur über politische Kanäle ist für uns ungenügend und wir wünschen uns deshalb eine breitere Information der Öffentlichkeit.

Baselland spart bei Sekundarschule

An den Sekundarschulen sollen erneut 14 Millionen Franken eingespart werden. Die sichtbarste Auswirkung wäre die Erhöhung der Maximalanzahl von SchülerInnen in Klassen auf 26 sowie die Reduzierung des Angebots an Wahlfächern.

Bereits haben Lehrkräfte und Eltern dagegen demonstriert.

Auch die Elternplattform Arlesheim ist entschieden gegen diese Sparpläne. Bereits jetzt sind die Klassen mit bis zu 24 Kindern zu gross und viele Lehrkräfte (und SchülerInnen!) stossen an ihre Grenzen.

Wir glauben, dass die angekündigten Sparmassnahmen ein Schritt in die falsche Richtung sind und fordern den Regierungsrat und die Bildungsdirektion auf, den Entscheid zu überdenken und rückgängig zu machen.

Update: Weitere Infos sind auf der Homepage des Kantons zu finden.

Regierungsrat investiert in Bildung

In der Medienmitteilung zu den Verhandlungen des Regierungsrates von letzter Woche fallen zwei Meldungen positiv auf: Der Regierungsrat des Kantons Basel-Land hat einen Projektkredit von 32 Millionen für die Planung des neuen Standortes der Fachhochschule Nordwestschweiz in Muttenz beantragt. Der vorgesehene Umzug in die neuen Räumlichkeiten soll 2016 stattfinden.

Ausserdem sollen Teile des Gymnasiums Münchenstein für rund 25 Millionen Franken renoviert werden; weitere knapp 2 Millionen sollen für die Planung einer (räumlichen) Erweiterung des Gymnasiums gesprochen werden.

Mit diesen Entscheiden setzt der Regierungsrat ein Zeichen – auch in Zeiten der (finanziellen) Krisen soll und muss in die Bildung investiert werden.

Regierungsrat unterstützt familienergänzende Kinderbetreuung

Der Regierungsrat des Kantons Basel-Land hat heute bekannt gemacht, dass er der Verlängerung eines Bundesprogrammes zur Förderung der familienergänzenden Kinderbetreuung zustimmt. Das Impulsprogramm, welches 2003 geschaffen wurde, war auf 8 Jahre befristet; nun soll es um weitere 4 Jahre verlängert werden.

Der Regierungsrat hält in seiner Stellungnahme zur Vernehmlassung fest, dass die Entwicklung der Zahl der Betreuungsplätze nach wie for hinter der Nachfrage hinterherhinkt.

In Arlesheim verfügen wir mit den verschiedenen Angeboten, welche die Stiftung “sunnegarte” im Auftrag der Gemeinde führt, über eine breit gefächerte Palette von Betreuungsangeboten. Nicht zuletzt mit der neuen Grundlage für die schulergänzende Tagesbetreuung, welche die Mindestbelegung abschafft (das heisst – die Tagesbetreuung und der Mittagstisch finden auf jeden Fall statt, auch wenn nur wenige Kinder angemeldet sind), sind diese Module mittlerweile sehr attraktiv geworden. Mehr dazu auf den Seiten der Stiftung sunnegarte.

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