Auch wer nichts macht, macht mit!

Mobbing – geht mich das was an?

“Nicht die Schule, die über Mobbing spricht, hat ein Problem, sondern diejenige, die es nicht tut”, so lautet ein Satz einer Mobbing-Expertin. Denn – Mobbing gibt es an allen Schulen. Der Unterschied ist nur, wie man damit umgeht.

Die Schulen Arlesheim haben beschlossen, hin- und nicht wegzusehen. In Zusammenarbeit mit den Schulen hat die Elternplattform deshalb einen Informationsabend auf die Beine gestellt, der sich speziell an die Eltern richtet. Was ist Mobbing? Wie kann ich erkennen, ob mein Kind mobbt / gemobbt wird? Was kann ich tun? Wer trägt welche Verantwortung? Wie arbeite ich am besten mit der Schule zusammen, wenn das Problem auftritt?

Solche und noch viel mehr Fragen möchten wir beantworten. In Frau Denise Tinguely, Psychotherapeutin und STEP-Trainerin, haben wir eine kompetente Referentin gewonnen. Gerne erwarten wir Sie und Ihre Fragen am Montag, 22. November, um 19.30 in der Aula des Gerenmattschulhauses in Arlesheim.

Die Schule ist nicht für Buben gemacht

Kinderarzt  Remo Largo schreibt  in seinem Buch  „Schülerjahre – wie Kinder besser lernen“,

auch darüber, warum die Schule nicht für Buben gemacht ist und wie eine bessere Schule aussieht.

Kinder lernen einfacher, wenn sie sich angenommen fühlen und ihrem Entwicklungsstand entsprechend lernen können.  Der Lehrplan sollte so angelegt sein, dass ein Kind seine Fähigkeiten überall so gut wie möglich entwickeln kann.

Kinder  wollen dauerhafte und wenige Bezugspersonen. Kinder werden nicht führbar durch Regeln, sondern durch Beziehungen. Zwei bis drei Lehrer, alles andere ist kontraproduktiv.

Ausserdem gibt es Unterschiede in den Geschlechtern, Buben sind motorisch deutlich aktiver als Mädchen. Statt dies zu akzeptieren, setzt man diejenigen unter Druck, die von der Norm abweichen.

Gute Noten erzielen oft die Braven, die Angepassten und das sind vor allem die Mädchen. Kein Wunder sind 60% unserer Gymnasiasten weiblich.

Buben müssen sich auch mal austoben können, fordert Remo Largo. Eine kindgerechte Schule respektiert dieses Bewegungsbedürfnis. Chancengleichheit im Bildungssystem ist dann erreicht, wenn  jedes Kind sein individuelles Entwicklungspotential möglichst gut ausschöpfen kann.

Aus dem Interview mit Remo Largo.  (Migros-Magazin 10)

Buch: Schülerjahre – wie Kinder besser lernen (ISBN-10: 3-492-25848-4)

Bessere Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule mittels Elternrat

In einem Interview mit dem Migros-Magazin vom 6.9.2010 beschreibt die Expertin Maya Mulle, Leiterin der Fachstelle Elternmitwirkung, wie sich das Umfeld der Schulkinder in den letzten zwanzig Jahren verändert hat. Die Rollenverteilung sei nicht mehr so klar wie früher, als die Eltern Lehrer einfach als Autoritätspersonen akzeptierten und ihnen vertrauten. Heute ginge die Schule viel mehr auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder ein, aber das wecke oftmals die Erwartungen der Eltern. In diesem Spannungsfeld Schule-Elternaus versuche der Elternrat sich zu positionieren. Das erfordere einerseits von der Schule, sich zu öffnen, die Eltern in ihre Abläufe, in die Organisation der Schule einzubeziehen und Entscheidungen transparent zu machen. Anderseits erfordere das bei den Eltern klare Grenzen und Abmachungen zu definieren und sie einzuhalten. Maya Mulle gibt die folgenden Tipps für ein gutes Verhältnis zur Schule:

Eine Beziehung aufbauen

Wenden Sie sich nicht erst an eine Lehrperson, wenn ein Problem auftaucht. Pflegen Sie den Kontakt kontinuierlich, ohne penetrant zu sein. Akzeptieren Sie die Lehrperson als Expertin auf ihrem Gebiet; treten Sie nicht fordernd auf.

Konstruktiv kritisieren

Setzen Sie sich für Ihr Kind ein, aber formulieren Sie Kritik sachlich, ohne zu drohen. Wenden Sie sich erst an die Schulleitung, wenn das Gespräch mit der Lehrperson Sie nicht weiterbringt.

Sich informieren

Eine gute Zusammenarbeit bedingt, dass alle Beteiligten über Ihre Rechte, Pflichten, Möglichkeiten und Kompetenzen im Schulalltag Bescheid wissen.

Ein Jahr Elternstamm – Erfahrungen

Seit einem Jahr bietet die Sekundarschule Arlesheim obligatorisch bei genügend Interesse seitens der Eltern den Elternstamm an. Getreu ihrem Leitbild, die Erziehungsberechtigten in den Schulalltag einzubinden, wurde ein niederschwelliges Angebot geschaffen, welches zur offenen Kommunikation unter den Eltern und den Lehrern einer Klasse beitragen kann.

Die Elternplattform hat sich seit Jahren für Elternpartizipation auch an Arlesheimer Schulen stark gemacht – der Elternstamm ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Wir sind interessiert an Ihren Erfahrungen – wie erleben Sie den Elternstamm in der Klasse Ihres Kindes? Oder ist kein Elternstamm zu Stande gekommen? Glauben Sie, die Anstrengungen zur Elternpartizipation müssen verstärkt werden? Oder sind Sie vielmehr der Ansicht, dass Elternstämme nichts bringen? Teilen Sie sich mit – über unser Kontaktformular oder direkt über den Kommentar unten – wir sind gespannt!

Stundenpläne

Die Stundenpläne der Sekundarschule Arlesheim sind seit Freitag auf deren Webseite verfügbar. Vielen Dank – wir begrüssen diesen Service, da er die Planung vieler Familien erheblich erleichtert.

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